Danke Conny oder was zelluläres Wachstum in Organisationen mit der Zahl 5, Fibonacci und Muscheln zu tun hat

Dieser Artikel ist zuerst auf meinem LinkedIn-Profil am 24.12.2017 erschienen.

Hallo Conny,

zu dem mathematischen Beweis, den du antreten möchtest – Optimum der Zellteilung von Teams in Organisationen – hatte ich vor 2,75 Jahren die abstrakte Lösung. Seitdem suchte ich nach (dir 😊), dem Menschen, der es versteht und nachvollziehen kann, sowie die mathematischen Fähigkeiten besitzt. Der gedankliche Lösungsweg:

1. Kommunikation

Erstes systemisches Gesetz – Organisationen bestehen aus Kommunikation. Kommunikation ist exponentiell. Warum? Kommunikation besteht aus Kommunikationsteilnehmern und die Verbindungen unter ihnen. Der mathematische Zusammenhang ist wie folgt: n=Anzahl Kommunikationsteilnehmer. Anzahl Kommunikationsverbindungen = f(n) = n(n-1)/2. Dieses ist bereits exponentiell. Man kann zwar nicht nicht kommunizieren, frei nach Watzlawick, jedoch gibt es vereinfacht zwei Möglichkeiten:

1.      Der Empfänger hat die Nachricht erhalten und kann aus den Daten die richtigen Informationen machen bzw. es ist die Aufgabe des Empfängers die Daten korrekt zu interpretieren.

2.      Aus den Daten werden keine Schlussfolgerungen gezogen, ergo nicht verstanden.

Aus dem gesagten und a) und b) folgt, für die Qualität der Kommunikation, Q = 2^(n*(n+1)/2). Die Ableitung von Q ist höher als f: Q‘ > f, siehe nachfolgende Tabelle. Die Qualität der Kommunikation hat also mit der Anzahl Kommunikationsteilnehmer zu tun.

Tabelle 1: Kommunikationsteilnehmer, – Verbindungen und Qualität der Kommunikation

2. In kurzer Zeit maximal schnell werden

An dieser Stelle kommen wir zur Lösung eines komplexen Lösungssystems. Die Hypothese von Alexander Gerber ist, dass man mindestens 5 Leute braucht um ein komplexes Problem zu lösen. Wie in unserem Telefonat am 22.12, das Muster, dass ich an mir und auch anderen entdeckt habe, um maximal schnell ein komplexes Problem zu lösen, ist, von 4 Leuten ein Review einzuholen und dann bei der 5 Iteration mit allen 4 plus mir, dem Ersteller = 5, die finale Version zu diskutieren. Wie wir wissen, sind Diskussionen in größeren Runde häufig nicht zielorientiert und nicht lösungsfokussiert. Wenn man zu zweit ist, konzentriert man sich auf den anderen Menschen, in größeren Gruppen ist die Kommunikation auf sympathischer Ebene und man geht nicht so sehr auf den anderen ein. In Einzelgesprächen hat man die Möglichkeit auf den anderen einzugehen, Empathie, Resonanz.

Das heißt, bei 2 Leute ist die Kommunikation sehr viel schneller, und man erkennt sofort, ob der andere die Daten korrekt interpretiert hat, sozusagen ist das der Bereich den ich oben vernachlässigt habe.

f(n=2) = 2(2-1)/2 = 1 Kommunikationsverbindungen.

3. Natürliches Wachstum, Fibonacci und Disruption

Nun kommt ein gedanklicher Sprung und Beobachtungen aus einem anderen Bereich

Für die Lösung ist ein „Geheimnis“ wichtig – der goldene Schnitt. Wenn ich denke, dann denke ich nicht linear. Allgemein gesprochen, der Mensch denkt nicht linear, sondern wurde durch das Bildungssystem darauf konditioniert, da unser Weltbild auf der Basis der zweiwertigen aristotelischen Logik basiert, frei nach Conny ;-).

Die gedankliche Abfolge, die in meinem Kopf geschieht, wenn ich beschreibe, wie ich maximal schnell werde, siehe 2, ist kein linearer Zusammenhang, sondern folgt dem Wachstum der Fibonacci-Reihenfolge. Muscheln z.B. wachsen darüber und bilden harmonische und schöne Muster aus. Dieses ist in Abbildung 1 dargestellt.

Abbildung 1: Schrittfolge und Weite dargestellt anhand der Fibonacci-Reihenfolge und kreisförmig

Meine gedankliche Schrittweite, ist also nicht linear, sondern folgt der Bogenlänge. Gedanklich gehe ich von innen nach außen und höre bei 5 auf. Warum? Weil es sich gut an fühlt, harmonisch eben. Daher kommt es, das mir 5 Teilnehmer reichen. Dieses ist ein transformatorisches Denken. (feststehender Begriff, kann man googeln.) Durch dieses Denken schaffe ich es innerhalb kürzester Zeit, Harmonie zu erzeugen, Sachkonflikte bleiben weiterhin, aber durch Lösungsfokus sind diese schnell gelöst. Außerdem sagen mir die Menschen immer wieder: „Wow. Wie wunderschön. Ja, so kann es gehen. So ergibt es einen Sinn.“

Meine Hypothese ist, dass dahinter natürliche Gesetze des Wachstums liegen. Dazu muss auch noch wissen, dass ich meditiere und Qi Gong praktiziere, also mich in Achtsamkeit übe. Die meisten Disruptoren sind oder waren achtsam und haben meditiert. Von Steve Jobs ist bekannt, dass er ein Anhänger des Buddhismus war und vielen Menschen das Buch Autobiografie eines Yogi empfohlen hat. Habe ich selbst auch gelesen, super Buch.

Des Weiteren basiert mein Denken auf Radikalität: Radix, aus dem lateinischen für Wurzel, an die Wurzel gehen. So wie man auch durch die Theorie of Constraints die Wurzel sucht oder durch Frage-5-mal-Warum. Diese Werkzeuge wende ich auch an.

Zusammengefasst denke ich radikal und bin achtsam im Handeln oder ich bin radikal achtsam. Da ich dadurch sehr schnell Lösungen finde, kann es Menschen überfordern und sie können meinen Gedanken nicht mehr folgen. Dieses ist eben sehr theoretisch und abstrakt. Um konkret zu werden brauchen ich dann vier Menschen, die mir helfen meine Transformationsschritte und Verbindungen, die ich gedanklich geknüpft habe, sichtbar zu machen. Es handelt sich hierbei um Korrelationen, keine Kausilität. By the way, ich zähle diese Schritte mit ;-). Dieses mache ich halb bewusst, da ich mich schon daran gewöhnt habe und es für mich normal ist. Jetzt wäre es cool jemanden zu finden, der es nachmachen würde, um herauszufinden, ob dieses Denken erlernbar ist.

Nochmal zurück zur Schrittweite:

  • Die Schrittweite ist nicht linear 1, 2, 3, 4, 5, sondern
  • folgt der Fibonacci Reihenfolge: 1, 2, 3, 5, 8. Wobei dieses auch nicht linear ist, sondern sich aus dem Bogenmaß ergibt, siehe obere Abbildung.

Ein weiteres mentales Modell dahinter, ist, dass Disruption als Exponentialfunktion dargestellt wird und behauptet wird, der Mensch könne nur linear Denken.

Abbildung 2: Exponentielles Wachstum und lineares Denken

Ich behaupte: Stimmt nicht. Disruptoren denken anders. Erklärung, siehe Fibonacci und das folgende Bild.

Abbildung 3: Denkrahmen des natürlichen

In Abbildung 3, findest du die Darstellung der Exponentialfunktion anstatt einer Geraden für das Denken, ein Denkrahmen, der als Raute, Diamant dargestellt ist – siehe auch Thomas Tuchel und seine Trainingsmethodik bei Mainz 05 damals, dass Spielfeld im Training als Raute aufzubauen ;-). Dieses ist der Rahmen, den wir als Agiler Coach oder Führungskraft setzen, damit das Team kreativ wird und nicht bemerkt, dass das Problem komplex ist, so meine Behauptung.

4. Teamgrößen und Kognitionsforschung

Nun kommt ein gedanklicher Sprung und Beobachtung aus einem anderen Bereich

Die Zahl 5 ist der Schlüssel. Warum keine Ahnung. Ich habe nur beobachtet, dass nach 5 Iterationen bereits ein recht gutes Ergebnis rauskommt.

Bei 5 Teilnehmern hat jeder Teilnehmer 4 Verbindungen, siehe auch Tabelle 1. Die Kognitionsforschung sagt, dass das Kurzzeitgedächtnis 3-5 Informationskanäle gleichzeitig hat bzw. dass das Gehirn, die Daten, die reinkommen, auf 3-5 Funktionseinheiten separiert. Optimum sei 4, siehe hierzu auch meinen Artikel: 4 Gewinnt – Die Teamgröße macht‘s. Das hat damals natürlich niemand verstanden ;-). Ich auch nicht, ich wusste nur intuitiv, dass es stimmt. Der Beweis steht noch aus.

Dazu kommt noch, dass bei 5 Teilnehmer Q = 1024 ist. Welche Bedeutung diese Zahl hat, weiß ich noch nicht. 1024 Bit/s kann der Mensch im Gehirn verarbeiten? Der goldene Schnitt bei dieser Zahl ist: 1,625, siehe Tabelle 1.

Hypothese

Ab 6 Teilnehmer wird die Kommunikationsqualität Q zu schlecht bzw. es ist zu viel (weißes?) Rauschen, was eben die Kommunikation verzerrt, wodurch man zu langsam wird.

Jaanz, jaaanz wichtich: Ich sage nicht, dass es eine Kausalität dieser unterschiedlichen Themen gibt, sondern eine Korrelation.

Hypothese:

Man sollte Zellen in 5ern lassen, ansonsten ist die Kommunikation verzerrt. Kommt ein 6 dazu, hat dieser die Aufgabe, sich 4 andere zu suchen usw. usw. usw. oder man steckt ihn oder sie in ein Team, das < 5 Teilnehmer ist. Dadurch erzeugt man eine harmonische Organisation.

Beweis

Jetzt du, feel free ;-).

Herzliche Grüße und einen schönen Heiligabend

Björn

Die Antwort von Conny findet ihr auf dem seinem Blog Reise des Verstehens: Danke Björn – Oder warum Kommunikation im Team Glückssache ist!

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